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Diagnostik

Die sichere Diagnose der RA kann zu Krankheitsbeginn problematisch sein, da anfänglich oftmals nur leichte und möglicherweise unspezifische Symptome auftreten. Zu den typischen frühen Symptomen gehören Überwärmung, Schwellungen und/oder Gelenkschmerzen. Die Untersuchung sollte durch einen Rheumatologen erfolgen, der eine genaue Diagnose stellen und die Krankheit gezielt behandeln kann.
Zu den diagnostischen Methoden gehören neben der Anamnese, die körperliche Untersuchung sowie die Analyse der Laborparameter (siehe unten). Als gängige bildgebende Verfahren stehen die Röntgenuntersuchung und die Sonographie zur Verfügung. Zur Aufklärung spezieller Fragestellungen werden die Kernspin- (MRT) oder die Computertomographie (CT) eingesetzt.
Um die RA zu diagnostizieren und den Krankheitsfortschritt zu überwachen, haben sich in der Praxis unter anderem folgende Parameter als Standard durchgesetzt:

Tabelle 1:


Blutsenkungs-
geschwindigkeit (BSG)

Die Geschwindigkeit, mit der sich Erythrozyten innerhalb einer Stunde senken, ist ein Indikator für Entzündungen, wie sie z. B. bei RA auftreten. Die BSG ist nicht RA-spezifisch.

C-reaktives Protein (CRP)

Ein hoher Wert des C-reaktiven Proteins deutet auf eine Entzündung durch eine Infektion oder eine inflammatorische Erkrankung, z. B. eine Autoimmunkrankheit wie RA hin. Diese Erhöhung alleine ist nicht jedoch RA-spezifisch.

Rheumafaktor (RF)

Der RF ist ein Auto-Antikörper. Ein positiver RF-Befund, zusätzlich zu den typischen klinischen Auffälligkeiten, deutet mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine RA hin. Auch der RF ist nicht RA-spezifisch, sein Vorliegen alleine rechtfertigt nicht die Diagnose einer RA.

Cyclisches citrulliniertes Peptid (CCP)

Dieses Antigen findet sich innerhalb des entzündeten Synovialgewebes und als zirkulierendes Antigen in der Gelenkflüssigkeit von RA-Patienten. Gegenüber dem RF hat dieser Parameter den Vorteil der höheren Spezifität, da er nicht so häufig bei gesunden Menschen oder bei anderen Erkrankungen nachgewiesen werden kann wie der RF.

Nur eine frühzeitige Therapie - möglichst innerhalb von 3 Monaten nach Krankheitsbeginn - kann die Folgeschäden der RA rechtzeitig vermindern.

Abbildung 1: Schema zur Früherkennung der RA1:



Referenzen

  1. Schneider M et al. (2007) Management der frühen rheumatoiden Arthritis (Interdisziplinäre Leitlinie im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie: www.leitlinien.rheumanet.org)
  2. Emery P et al. (2002) Early referral recommendation for newly diagnosed rheumatoid arthritis: evidence based development of a clinical guide. Ann Rheum Dis61:290-297
  3. Behringer W, Menniger H. Chronische Polyarthritis. In: Keck E (Hrsg). Rheumatologie. Ein Basisbuch. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 2002

 

 

Die Palpation ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnose